Börsenfrühstück: Intel, Albemarle, Sandisk & Chevron

Marktbericht für den 07.01.2026: Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich zur Wochenmitte überwiegend stabil. Technologiewerte profitieren weiter von Impulsen der CES 2026, während Rohstoff- und Energiewerte stärker von geopolitischen Nachrichten beeinflusst werden. In den USA hielten sich die großen Indizes nahe ihrer jüngsten Höchststände, gestützt durch anhaltenden Optimismus rund um KI und Halbleiter.

Makroseitig stehen auch hier die US-Arbeitsmarktdaten sowie der ISM-Serviceindex im Fokus. Nach schwächeren Frühindikatoren rechnet der Markt mit einer Fortsetzung des moderaten Wachstumskurses. Zinssenkungsfantasien bleiben damit latent vorhanden, ohne das aktuelle Zinsniveau ernsthaft infrage zu stellen.

Der Ölmarkt bleibt volatil. Nach der Venezuela-Euphorie zu Wochenbeginn rückten zuletzt wieder fundamentale Fragen in den Vordergrund, insbesondere die Gefahr eines anhaltenden Überangebots. Entsprechend differenziert fallen die Reaktionen bei Energiewerten aus.

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Intel: Rückkehr in den Gaming-Markt

Intel hat auf der CES 2026 bestätigt, an einem neuen Gaming-Chip samt eigener Plattform zu arbeiten. Die Lösung soll auf den Core-Series-3-Prozessoren basieren und Hardware sowie Software kombinieren. Details will das Unternehmen im Laufe des Jahres vorstellen. Mit dem Schritt sucht Intel wieder stärker die Nähe zum Gaming-Segment, in dem AMD und Nvidia zuletzt dominierten. Die Ankündigung unterstreicht den Versuch, neue Wachstumsfelder jenseits klassischer PC-Anwendungen zu erschließen.

Albemarle: Lithium-Fantasie treibt Kurs

Die Aktie von Albemarle legte deutlich zu, nachdem Jefferies sein Kursziel angehoben und die Bedeutung autonomer Robotik für die künftige Lithium-Nachfrage hervorgehoben hat. Die Analysten sehen in „mobiler physischer KI“ einen neuen Nachfrageschock, ähnlich dem früheren EV-Boom. Nach massiven Preisrückgängen im vergangenen Jahr mehren sich damit die Anzeichen für einen neuen Zyklus, unterstützt auch durch steigenden Bedarf an Energiespeichern.

Sandisk: Profiteur der KI-Infrastruktur

Sandisk gehörte zuletzt zu den stärksten Werten im S&P 500. Die Aktie profitiert von der hohen Nachfrage nach SSD-Speicherlösungen für KI-Rechenzentren. Auslöser der jüngsten Kursbewegung waren Aussagen von Nvidia zur Ausweitung von Speicherlösungen in der KI-Infrastruktur. Analysten verweisen auf eine angespannte Angebotslage und steigende Preise, warnen jedoch zugleich vor einer Normalisierung in den kommenden Jahren.

Chevron: Venezuela-Fantasie relativiert

Chevron verzeichnete den stärksten Tagesverlust seit April, nachdem die zuvor durch Venezuela-Nachrichten ausgelöste Kursrally wieder abverkauft wurde. Zwar ist Chevron der einzige große US-Konzern mit nennenswerter Präsenz im Land, Analysten warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen. Ein Wiederaufbau der Ölindustrie dürfte Jahre dauern und erhebliche Investitionen erfordern. Zudem könnte zusätzliches Angebot den Ölpreis weiter unter Druck setzen.

Wichtige Marktdaten (Auswahl)

  • S&P 500: 6.945 Punkte
  • Nasdaq: 23.547 Punkte
  • US-Rendite 10J: 4,17 %
  • EUR/USD: 1,169
  • Gold: 4.454 USD/Unze
  • Brent-Öl: 60,0 USD/Barrel 
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