Börsenfrühstück: Defense, AbbVie, Micron & Exxon

Marktbeicht für den 08.01.2026: Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich nach dem starken Jahresstart uneinheitlich. In den USA schloss der S&P 500 am Mittwoch leicht im Minus, während der Nasdaq dank relativer Stärke im Technologiesektor zulegen konnte. Der Dow Jones gab deutlicher nach. In Asien dominierten am Morgen Verluste, insbesondere in Japan und Hongkong, was die vorsichtige Stimmung zum europäischen Handelsstart unterstreicht.

Makroökonomisch bleibt die Gemengelage komplex. In den USA treffen niedrige Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt. Für die Notenbanken bedeutet das weiterhin keinen akuten Handlungsdruck. Am Rohstoffmarkt stabilisiert sich der Ölpreis leicht, bleibt aber deutlich unter den Niveaus der Vorjahre. Das belastet vor allem Energie- und Rohstofftitel, während zinssensible Sektoren von sinkenden Renditen profitieren.

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Defense-Sektor

Rüstungsaktien standen zuletzt stark im Fokus. Nach deutlichen Kursverlusten kam es zu einer kräftigen Gegenbewegung, nachdem US-Präsident Donald Trump ein mögliches Militärbudget von 1,5 Billionen US-Dollar für 2027 ins Spiel brachte. Zuvor hatten Aussagen zu möglichen Einschränkungen bei Dividenden und Aktienrückkäufen für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Die widersprüchlichen politischen Signale sorgen für erhöhte Volatilität im gesamten Sektor.

AbbVie

AbbVie erwartet im vierten Quartal eine deutliche Ergebnisbelastung. Das Unternehmen meldete eine Vorsteuerbelastung von rund 1,3 Mrd. US-Dollar im Zusammenhang mit zugekaufter Forschung und Entwicklungsprojekten. Die angepasste Quartalsprognose liegt damit spürbar unter den bisherigen Markterwartungen. Bereits im dritten Quartal hatten ähnliche Effekte die Zahlen belastet.

Micron Technology

Micron profitiert laut Analysten von einer anhaltenden Angebotsknappheit im Speichermarkt. Große Teile der Kapazitäten für 2026 gelten bereits als ausverkauft. Besonders bei Hochleistungs-Speichern wird mit weiter steigenden Preisen gerechnet. Vor diesem Hintergrund wurde das Kursziel zuletzt deutlich angehoben.

Exxon Mobil

Exxon Mobil warnt vor spürbaren Ergebniseffekten durch die gesunkenen Ölpreise. Niedrigere Preise könnten das Upstream-Ergebnis im vierten Quartal um bis zu 1,2 Mrd. US-Dollar belasten. Teilweise kompensiert werden die Effekte durch höhere Margen im Raffinerie- und Produktgeschäft sowie durch Erlöse aus Vermögensverkäufen.

Marktdaten – Alphabriefe

  • S&P 500: 6.921 Punkte
  • Nasdaq: 23.584 Punkte
  • Dow Jones: 48.996 Punkte
  • US-Rendite 10J: 4,14 %
  • EUR/USD: 1,168
  • WTI-Öl: 56,26 USD/Barrel
  • Gold: 4.422 USD/Unze
  • Bitcoin: 90.726 USD
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