Marktbericht für den 09. Januar 2026: Die internationalen Märkte zeigen sich zum Wochenausklang abwartend. Investoren halten sich vor den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten zurück, die maßgeblich für den weiteren Zinspfad der US-Notenbank sein dürften. In Europa sorgten robuste Konjunktursignale aus Deutschland zuletzt für Unterstützung, gleichzeitig wächst nach dem starken Jahresauftakt das Korrekturrisiko. In den USA schlossen die Leitindizes uneinheitlich, während Asien überwiegend freundlich tendierte.
Ergänzend belastet die Unsicherheit über politische Weichenstellungen in den USA. Aussagen zur Handelspolitik und zu möglichen Eingriffen in strategische Branchen sorgen punktuell für Volatilität. Anleger agieren entsprechend taktischer, insbesondere bei zyklischen Werten und rohstoffnahen Titeln.
Am Rohstoffmarkt steht neben dem Ölpreis vor allem der Metallsektor im Fokus. Kupfer notiert auf erhöhtem Niveau, getragen von strukturellen Nachfrageerwartungen aus den Bereichen Elektromobilität, Energiewende und Rechenzentren. Der Dollar zeigt sich etwas fester, während Kryptowährungen zuletzt seitwärts tendierten.
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Glencore & Rio Tinto
Glencore und Rio Tinto haben bestätigt, dass Gespräche über eine mögliche Fusion laufen. Ziel wäre die Schaffung des weltweit größten Bergbaukonzerns mit einer Marktkapitalisierung von über 200 Mrd. US-Dollar. Diskutiert wird unter anderem ein Aktientausch, bei dem Rio Tinto Glencore übernehmen könnte. Ob es zu einer Einigung kommt, ist offen. Der Vorstoß unterstreicht die zunehmende strategische Bedeutung von Kupfer und anderen Industriemetallen.
General Motors
General Motors kündigte zusätzliche Wertberichtigungen in Höhe von 7,1 Mrd. US-Dollar an. Hintergrund sind der Abbau von Elektroauto-Kapazitäten sowie eine Restrukturierung des China-Geschäfts. Bereits zuvor hatte der Konzern eine Belastung von 1,6 Mrd. US-Dollar verbucht. GM verweist auf eine abgeschwächte Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Nordamerika infolge veränderter Förderbedingungen und regulatorischer Anpassungen.
Tilray Brands
Tilray hat für das zweite Quartal einen Non-GAAP-Verlust von 0,02 US-Dollar je Aktie gemeldet, beim Umsatz jedoch positiv überrascht. Die Erlöse lagen bei 217,5 Mio. US-Dollar und damit über den Markterwartungen. Wachstumstreiber war insbesondere das internationale Cannabis-Geschäft. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Unternehmen.
Marktdaten
- S&P 500: 6.921 Punkte
- Nasdaq: 23.480 Punkte
- Dow Jones: 49.266 Punkte
- US-Rendite 10J: 4,18 %
- EUR/USD: 1,165
- WTI-Öl: 58,17 USD/Barrel
- Gold: 4.468 USD/Unze
- Bitcoin: 91.000 USD