Berichtssaison KW 44: Mit Microsoft, Alphabet, Amazon, Deutsche Bank, Airbus, Volkswagen, Adidas und Intel

Die Woche vom 26. bis 30. Oktober 2026 hat es in sich. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über die Zinsen, am Donnerstag folgt die Europäische Zentralbank. Dazwischen legen Microsoft (ISIN: US5949181045), Alphabet (ISIN: US02079K3059) und Amazon (ISIN: US0231351067) ihre Quartalszahlen vor, und auch im DAX melden sich Schwergewichte zu Wort. Der Rahmen ist anspruchsvoll: Die Inflation lag im September sowohl in den USA als auch im Euroraum bei 3,7 Prozent, und der Ölpreis bleibt wegen der Spannungen im Nahen Osten ein Unsicherheitsfaktor. Im Kern geht es um eine Frage: Bringen die gewaltigen KI-Investitionen schon genug ein?

Microsoft, Alphabet und Amazon legen die KI-Rechnung vor

Microsoft und Alphabet berichten am Mittwochabend nach US-Börsenschluss. Microsoft stellt für das Septemberquartal 89,85 bis 90,95 Milliarden Dollar Umsatz und ein Azure-Wachstum von rund 45 Prozent in Aussicht, Analysten erwarten 90,7 Milliarden Dollar. Rückenwind gibt der Auftragsbestand im Firmenkundengeschäft, der zuletzt um 84 Prozent auf 678 Milliarden Dollar gestiegen war. Allerdings warnt das Management weiter vor knappen Rechenkapazitäten.

Bei Alphabet rechnet der Markt mit rund 127,9 Milliarden Dollar Umsatz. Google Cloud wuchs im zweiten Quartal um 82 Prozent, der operative Gewinn der Sparte hat sich mehr als verdreifacht. Die Kehrseite: Der Konzern plant für 2026 inzwischen Investitionen von 195 bis 205 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal rutschte der freie Mittelzufluss ins Minus.

Amazon folgt am Donnerstagabend. Das Unternehmen peilt 197 bis 202 Milliarden Dollar Umsatz an, Analysten liegen mit 202,2 Milliarden Dollar sogar knapp über der Spanne. Die Investitionspläne für 2026 hat Amazon auf 220 Milliarden Dollar erhöht, wovon auch Deutschland profitiert: Für 2027 sind hierzulande mehr als 16 Milliarden Euro angekündigt.

Deutsche Bank, Airbus und Volkswagen im Härtetest

Die Deutsche Bank (ISIN: DE0005140008) öffnet am Mittwochmorgen die Bücher. Finanzchef Raja Akram hatte im September angedeutet, dass die Investmentbank das starke Vorjahresquartal nur etwa erreichen oder leicht verfehlen dürfte. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,81 Euro.

Airbus (ISIN: NL0000235190) berichtet am Mittwochabend. Mit 196 ausgelieferten Maschinen im dritten Quartal lag der Flugzeugbauer leicht unter Vorjahr, hält aber am Ziel von rund 870 Auslieferungen fest. Vor Druck auf die Marge hat das Management bereits gewarnt.

Bei Volkswagen (ISIN: DE0007664039) ist die schlechte Nachricht schon bekannt. Im September senkte der Konzern die Renditeprognose auf bis zu 1 Prozent, vor allem wegen einer Abschreibung von rund 6 Milliarden Euro auf Porsche. Am Donnerstag zählt daher eher, ob das Ziel für den Mittelzufluss im Autogeschäft hält.

Adidas, Intel und die Notenbanken

Adidas (ISIN: DE000A1EWWW0) hat am Donnerstag kaum Überraschungen in petto. Der Sportartikler meldete bereits am 20. Oktober ein Rekordquartal und hob das Gewinnziel für 2026 auf 2,5 Milliarden Euro an, gestützt auch von erstatteten US-Zöllen. Spannend bleibt der Ausblick auf 2027. Intel (ISIN: US4581401001) berichtet am Donnerstagabend und hatte 15,8 bis 16,8 Milliarden Dollar Umsatz angekündigt, die Analysten erwarten etwas mehr. Bei der Fed, die die Zinsen im September auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben hat, rechnet der Terminmarkt überwiegend mit einer Pause. Weil Notenbankchef Kevin Warsh auf Hinweise zu künftigen Schritten verzichtet, zählt jedes Wort der Pressekonferenz. Auch die EZB dürfte den Einlagenzins bei 2,5 Prozent belassen. Am Freitag legt dann ExxonMobil (ISIN: US30231G1022) nach, der Konzern hat bereits deutlich höhere Erträge aus dem Raffineriegeschäft signalisiert. Dazu kommen erste Wachstumszahlen für den Euroraum. Nach dieser Woche dürften Anleger deutlich klarer sehen.

Mit Unterstützung von KI erstellt.

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