Vorschau Berichtssaison KW 43: Mit Tesla, Meta, SAP, Netflix, Deutsche Börse, Lam Research und Saab

Die Berichtssaison bringt in der Woche vom 19. bis 23. Oktober 2026 schon ihren ersten Höhepunkt. Am Mittwochabend legen gleich vier Schwergewichte vor: Tesla (ISIN: US88160R1014), Meta Platforms (ISIN: US30303M1027), SAP (ISIN: DE0007164600) und der Chipausrüster Lam Research (ISIN: US5128073062). Bereits am Dienstag startet Netflix (ISIN: US64110L1061). Am selben Abend zieht auch die Deutsche Börse (ISIN: DE0005810055) Bilanz. Zum Wochenschluss folgt mit Saab (ISIN: SE0021921269) ein Liebling der Rüstungsanleger. Eine Frage zieht sich durch viele Berichte: Verdienen die Konzerne mit Künstlicher Intelligenz schon genug, um die hohen Investitionen zu rechtfertigen?

Tesla und Meta stellen sich am Mittwoch der KI-Frage

Tesla meldet am 21. Oktober nach US-Börsenschluss, die Telefonkonferenz beginnt um 23:30 Uhr deutscher Zeit. Die Auslieferungen kennt der Markt schon. Mit 486.532 Fahrzeugen lag Tesla klar über der Schätzung von knapp 462.000 Einheiten. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt dennoch ein Minus von 2,1 Prozent. Bei den Energiespeichern verfehlte der Konzern die Erwartungen dagegen deutlich. Für viele Investoren zählt am Ende vor allem, was Elon Musk zu Robotaxi und autonomem Fahren sagt.

Meta Platforms berichtet am selben Abend. Für das dritte Quartal hatte der Konzern 61 bis 64 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht gestellt. Analysten erwarten im Schnitt rund 63,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 23 Prozent. Das Werbegeschäft läuft also rund. Im zweiten Quartal sank der operative Gewinn aber um 8 Prozent, weil die Kosten schneller stiegen als die Erlöse.

Für 2026 plant Meta Investitionen von 130 bis 145 Milliarden Dollar, vor allem in Rechenzentren. Die Börse dürfte daher genau prüfen, ob die Kostenkurve abflacht.

Netflix, SAP und Deutsche Börse unter der Lupe

Netflix berichtet am Dienstag, 20. Oktober, nach US-Börsenschluss. Das Management hatte für das dritte Quartal 12 Prozent Umsatzwachstum angekündigt. Für das Gesamtjahr peilt der Streamingdienst rund 51 Milliarden Dollar Umsatz und eine operative Marge von 31,5 Prozent an. Die Werbeerlöse sollen sich 2026 auf etwa 3 Milliarden Dollar ungefähr verdoppeln. Spannend bleibt, wie die Kunden die jüngsten Preiserhöhungen verkraften.

Die Deutsche Börse legt ebenfalls am Dienstagabend vor. Im ersten Halbjahr wuchsen die Nettoerlöse um 11 Prozent. Für das Gesamtjahr strebt der Börsenbetreiber mehr als 6,4 Milliarden Euro an. Weil die Aktie zuletzt nahe ihrem Jahreshoch lag, hängt die Messlatte hoch.

SAP folgt am Mittwoch um 22:05 Uhr. Im Mittelpunkt steht der aktuelle Cloud-Auftragsbestand, also die fest vereinbarten Cloud-Umsätze der kommenden zwölf Monate. Im zweiten Quartal wuchs er währungsbereinigt um 26 Prozent. Nun rechnen Beobachter mit 24 bis 25 Prozent. Wegen zweier Zukäufe hatte SAP den Gewinnausblick leicht gesenkt, zudem lagen die Kosten über den Erwartungen. Kann der Konzern hier gegensteuern?

Lam Research und Saab: Chips und Rüstung im Fokus

Lam Research hat für das Septemberquartal rund 8,1 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht gestellt, ein Zuwachs von 52 Prozent. Trotzdem hat sich die Aktie seit dem Sommerhoch deutlich abgeschwächt. Sorgen bereiten Exportregeln für China und die Abhängigkeit von wenigen Speicherchip-Kunden.

Saab öffnet am Freitag um 7:30 Uhr die Bücher. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz organisch um fast 30 Prozent, der Auftragsbestand erreichte 317,7 Milliarden Kronen. Entscheidend ist, wie schnell die Schweden ihre Fertigung ausbauen. Konjunkturseitig stehen am Dienstag die ZEW-Erwartungen und am Freitag die ersten Einkaufsmanagerindizes für Oktober an. Die EZB entscheidet erst am 29. Oktober über die Zinsen. In dieser Woche geben also die Unternehmen das Tempo vor.

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