Qualcomm (ISIN US7475251036) meldete im vierten Quartal einen Verlust von 3,12 Mrd. $, ausgelöst durch eine einmalige Steuerbelastung. Operativ lief es jedoch besser als erwartet: Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 11,27 Mrd. $. Damit bleibt der Halbleiterhersteller ein zentraler Akteur im globalen Technologiemarkt.
Der Sonderverlust resultierte aus einer Neubewertung von Steueransprüchen infolge der neuen US-Regelungen. Ohne diesen Einmaleffekt hätte Qualcomm erneut solide Gewinne erzielt. Das operative Geschäft zeigt, dass Nachfrage und Preissetzungskraft trotz makroökonomischer Unsicherheiten robust bleiben.
Qualcomm stärkt seine Wachstumsfelder
Besonders erfreulich ist das Abschneiden außerhalb des Smartphone-Kerngeschäfts. Das Automotive- und IoT-Segment wuchs um 27 Prozent und liefert inzwischen einen wesentlichen Beitrag zum Konzernumsatz. Damit reduziert Qualcomm seine Abhängigkeit von Mobilgeräten – ein strategischer Schritt, um sich breiter aufzustellen.
Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 11,8 und 12,6 Mrd. $, was leicht über den Marktschätzungen liegt. Auch die operative Marge soll stabil bleiben.
Solide Basis für das neue Geschäftsjahr
Qualcomm konzentriert sich zunehmend auf Technologien für vernetzte Fahrzeuge und Edge-Computing. Beide Felder gelten als künftige Wachstumstreiber. Trotz des einmaligen Steueraufwands bleibt die Finanzlage stark, die Investitionen in Forschung und Entwicklung hoch.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass Qualcomm kein Zyklusopfer ist, sondern strukturell wächst. Der Konzern hat sich in den vergangenen Jahren zu einem vielseitigen Halbleiterunternehmen entwickelt – mit klarer Strategie, technologischer Tiefe und solider Bilanz.