Seit August 2019 ist die BioNxt-Aktie (0,64 EUR; WKN: A3D1K3; ISIN: CA0909741062) nun an den deutschen Börsen gelistet. Anfangs als hoffnungsvoller Cannabis-Wert gestartet, zeigt sich das Unternehmen in 2025 in einem völlig neuen Gewand. Denn in den letzten 4 Jahren haben sich die Kanadier zu einem innovativen BioTech-Unternehmen entwickelt. Schwerpunkt sind Arzneimittelverabreichungs-Plattformen der nächsten Generation, diagnostische Screening-Systeme und die Entwicklung aktiver pharmazeutischer Wirkstoffe.
Zu den firmeneigenen Plattformen zählen sublinguale Dünnfilme bzw. Schmelzfilme, transdermale Pflaster, orale Tabletten sowie eine neue zielgerichtete Chemotherapie-Plattform, mit der Krebsmedikamente direkt an den Tumor abgeben werden und gleichzeitig weniger Nebenwirkungen auftreten. Mit den drei patentierten Verabreichungsformen Schmelzfilm, Hautpflaster und magensaftresistente Tabletten hat man wichtige therapeutische Bereiche wie beispielsweise Autoimmunerkrankungen, neurologische Erkrankungen und Langlebigkeit im Fokus. Nun gesellt sich auch das Adipositas-Thema hinzu.
Mit Patentierungen auf dem Vormarsch
Im Bereich geistiges Eigentum hat BioNxt Anfang Mai 2025 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Eurasische Patentorganisation bestätigte die zentralen Ansprüche der ersten nationalen Patentanmeldung für die sublinguale Verabreichung von Krebsmedikamenten, darunter Neuheit und erfinderische Tätigkeit. Basierend auf einem positiven internationalen Prüfungsbericht des Europäischen Patentamts hat BioNxt bereits einen internationalen Patentantrag nach dem Vertrag über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens (PCT) eingereicht, um einen koordinierten Rahmen für die Sicherung des Patentschutzes für seine sublinguale Schmelzfilm-Technologie zu Cladribin sowie für zukünftige Produkte in mehreren Schlüsselmärkten zu schaffen.
Die zu prüfenden Patente dienen dem Schutz einer Produktfamilie, die zur Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) entwickelt wurde. Die Plattform nutzt die sublinguale Verabreichung zur Optimierung der Arzneimittelresorption, zur Verbesserung der Patientenadhärenz und zur Vermeidung des hepatischen First-Pass-Metabolismus und bietet damit eine patientenfreundliche Alternative zur Injektion oder zu herkömmlichen oralen Therapien.
„Die Sicherung der geistigen Eigentumsrechte in Europa und Eurasien ist ein entscheidender Fortschritt für unser Cladribin-Programm und unsere sublinguale Verabreichungsplattform“, so Hugh Rogers, CEO von BioNxt Solutions. „Diese Patente verkörpern einen bedeutenden wirtschaftlichen Wert, da sie ein potenzialreiches Produkt schützen, regionale Exklusivität ermöglichen und uns mehr Möglichkeiten zur zukünftigen Umsatzgenerierung über Lizenzen und Partnerschaften bieten.“
BioNxt ist damit in den wichtigsten pharmazeutischen Rechtssystemen, darunter die Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Australien und Neuseeland, in die nationale Phase dieses Antragsverfahrens eingetreten. Wenn alle Patentrechte zeitgerecht erteilt werden, sichert sich BioNxt einen wichtigen strategischen Vorteil und legt die Grundlage für eine stärkere Kommerzialisierung seiner Verabreichungstechnologien.
Große Fortschritte im Bereich Multiples-Sklerose (MS)
BioNxt hat kürzlich bekanntgegeben, dass das Europäische Patentamt (EPA) die Erteilung des zentralen Patents ohne wesentliche Änderungen in Aussicht gestellt hat. Dieses Schutzrecht umfasst die sublinguale Verabreichung von Krebsmedikamenten, die auch bei neurodegenerativen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden können. Damit sichert sich BioNxt die Grundlage, eine breite Palette eigener Therapien zu entwickeln und auf den Markt zu bringen – allen voran das Leitprojekt BNT23001. Dieses nutzt eine innovative Schmelzfilmtechnologie, um das Multiple-Sklerose-Medikament Cladribin einfacher und für Patienten komfortabler verfügbar zu machen. Bereits in Kürze soll eine Bioäquivalenzstudie am Menschen starten, welche die Vergleichbarkeit mit dem Originalpräparat überprüft. Mit dem Patent in Reichweite und dem baldigen Beginn klinischer Tests könnte sich für einen großen Pharmapartner nun ein idealer Zeitpunkt für den Einstieg ergeben.
GMP-konforme Produktion in Deutschland
Mit seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Nordamerika und Europa erzielt BioNxt gute Fortschritte bei den behördlichen Zulassungsverfahren und Vermarktungsinitiativen, wobei der Fokus in erster Linie auf den europäischen Märkten liegt. BioNxt hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsversorgung durch die Bereitstellung von präzisen, patientenzentrierten Lösungen zu verbessern, mit denen man weltweit größere Behandlungserfolge erzielen will. Dazu hat das Unternehmen seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit in die Labors der Gen-Plus GmbH & Co. KG in München verlegt.
Auf mehr als 1.000 m² hochspezialisierter Infrastruktur kann man nun mit hochpotenten Wirkstoffen, GMP-konformen Prozessen, 3D-Druck sowie festen und halbfesten Formulierungen arbeiten. Damit gewinnt das Unternehmen im europäischen Biotech-Hotspot an Schlagkraft, verkürzt Entwicklungszyklen und schafft Spielraum für zusätzliche Kooperationen. Begleitend zur Vorbereitung der Bioäquivalenzstudie für BNT23001 laufen Placebo-Tests, der Technologietransfer und die Skalierung der Produktion. Präklinische Ergebnisse deuten bereits auf überzeugende Aufnahme- und gute Vergleichbarkeitswerte hin.
Eintritt in den Adipositas-Markt
Ende Juni folgte der nächste Paukenschlag. BioNxt hat die Entwicklung einer Machbarkeitsstudie für eine orale Schmelzfilmformulierung (ODF) von Semaglutid gestartet. Semaglutid ist als GLP-1-Rezeptor-Agonist unter den Namen Ozempic, Rybelsus und Wegovy bekannt und wird weltweit erfolgreich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas eingesetzt. Die Studie soll prüfen, ob die BioNxt-Plattform eine anwenderfreundliche, nicht-invasive Alternative zu bisherigen Injektionen und großen Tabletten bietet. Ziel ist die Bewertung der Kompatibilität von Semaglutid mit der ODF-Technologie und die Gewinnung erster Entwicklungsdaten für die Optimierung und Patentstrategie.
Semaglutid steht für einen stark wachsenden Markt, mit einem prognostizierten Anstieg des GLP-1-Segments auf ca. 157 Mrd. USD bis 2030. Die neue ODF-Variante könnte die Therapie durch besseren Komfort und Zugänglichkeit deutlich verbessern, da sie sich schnell im Mund auflöst und die Einnahme vereinfacht. Das Machbarkeitsprogramm umfasst die Auswahl und erste Tests des Wirkstoffs, die Bewertung von Peptidstabilität und Filmintegrität sowie die Erhebung von Fachdaten für mögliche Patentanmeldungen. BioNxt plant, das Projekt nach Verfügbarkeit des Semaglutid-Wirkstoffs zeitnah fortzusetzen und im dritten Quartal 2025 eine erste Patentanmeldung zu ermöglichen.
BioNxt: Revolution in der oralen Einnahme von Blockbuster-Medikamenten
BioNxt geht einen klaren Weg und revolutioniert für viele Krankheiten die Wirkstoff-Einnahme durch optimierte Darreichungsformen. Die hohe Aufmerksamkeit der Investoren gegenüber der BioNxt-Aktie kommt daher nicht von ungefähr. Jahrelange Entwicklungsarbeit und gute Patentverankerung garantieren den Anlegern eine spannende zweite Jahreshälfte beim aufstrebenden kanadisch-deutschen BioTech-Unternehmen.
Im Zuge der zuletzt durchgeführten Finanzierungschritte über Wandeldarlehen in Höhe von 1,25 Mio. CAD ist die Kasse nun gut gefüllt, um die nächsten Schritte zu gehen. Der Aktienkurs hat sich in den letzten 6 Monaten bereits von 0,20 auf über 0,60 EUR aufschwingen können. Die noch sehr niedrige Marktbewertung von 76 Mio. EUR dürfte aber bereits große Pharmaadressen auf den Plan rufen. Die hohen Umsätze sprechen eine klare Sprache – hier ist was im Busch!