Alpha Strategie 11/16 – Notenbanken im Realitätscheck

Der Rundumschlag, zu dem die EZB in der vergangenen Woche angesetzt hatte, schafft am Markt schwierige Perspektiven. Wobei auf den ersten Blick die Vorteile und Chancen zu überwiegen scheinen. Denn schließlich hat die EZB mit dem Entschluss, auch Unternehmensanleihen in ihr Quantitative Easing aufzunehmen, einen erneuten Tabubruch vollzogen, der aber in der Praxis auch zu neuer Nachfrage und damit neuen Kaufgelegenheiten führen dürfte.

© Pixabay
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Dennoch: Die Risiken für die Zentralbank selbst wie auch für das Bankensystem sind unverkennbar. Das dürften auch die Euro-Währungshüter so gesehen haben, da sie letztlich ja den Versuch unternehmen, hier negative und positive Impulse auszugleichen. Auf der Negativ-Seite ist dabei sicherlich die Ausweitung des negativen Einlagenzinssatzes zu verbuchen. Denn es bringt die betroffenen Banken unter immer größeren Zugzwang, zur Stabilisierung der Marge die Negativzinsen auf ihre Kunden umzulegen.

Dabei offenbart sich ein regionales Problem. Denn insbesondere die Banken in Deutschland, Skandinavien und Mitteleuropa sind dafür bekannt, schon jetzt über eine überdurchschnittliche Überschussliquidität gegenüber den Peripheriebanken zu verfügen, die mangels Nachfrage bei der EZB geparkt ist. Letztlich baut die EZB hier Druck auf, trotz fehlender Nachfrage das Kreditgeschäft anzukurbeln, was die Kreditqualität wohl nachhaltig beeinträchtigen könnte. Wie die Banken damit umgehen werden, bleibt abzuwarten.

Im Gegenzug versucht die EZB, bei der Mittelaufnahme mit neuen Tendern zum Nulltarif oder sogar zum negativen Einlagensatz zu locken. […]

Weiterlesen in der neuen Ausgabe des Alpha Strategie 11/16.

 

Die weiteren Themen:

  • EZB und Fed im Realitäts-Check.

Anleihenmarkt:

  • Unsere Spread-Spekulation bekommt Momentum.
  • Französische Firmen-Bonds: Hauptprofiteure von Draghis Kauf-Offensive?
  • Deutsche Börse: Der nächste Schritt.
  • Schaeffler: Jahresbilanz kann sich sehen lassen.
  • SAF-Holland: Weiteres Rekordjahr.
  • Deutsche Telekom: Neue Anleihen als Verkaufsschlager.
  • Abengoa: Details zur Restrukturierung.

Aktienmarkt:

  • Bayer: Schlechte Zahlen allmählich verdaut.
  • Deutsche Bank: Dieses Jahr nur Verluste.
  • ArcelorMittal: Kapitalerhöhung läuft an.
  • Optionen: Wir schichten um.

 

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